Vorwort zu Nr. 43-44 (2000)

Luciano Caetano da Rosa (Berlin)

Axel Schönberger (Bremen)

Michael Scotti-Rosin (Bremen/Mainz)

 

Vorwort der Herausgeber zu Lusorama 43-44

 

Die ersten fünf Jahrgänge von Lusorama (1985-1989) beinhalten je zwei Ausgaben, von 1990 bis 1999 erschien die Zeitschrift (bei gleichem Seitenumfang) mit drei Ausgaben pro Jahr. Wir haben uns nun dazu entschlossen, den jährlichen Seitenumfang ab dem 16. Jahrgang (2000) auszuweiten und die Zeitschrift ab sofort in vier Ausgaben pro Jahrgang erscheinen zu lassen, wobei die beiden jeweils letzten Ausgaben zu einer Doppelnummer zusammengefaßt werden. Dabei sollen die Einzelausgaben weiterhin etwa 130 Seiten je Heft, die Doppelausgabe ca. 240-260 Seiten umfassen, so daß jährlich mindestens 500 Druckseiten erscheinen werden. Für diese Umstellung gibt es drei Gründe:

 

1. Lusorama soll insbesondere der deutschsprachigen, aber auch der internationalen Lusitanistik weiterhin als ein aktuelles Forum des wissenschaftlichen Austausches dienen, das Aufsätze, Miszellen, Rezensionen und Ankündigungen möglichst rasch veröffentlicht. Wir sind bemüht, uns eingereichte Beiträge sofort zu begutachten und im Falle ihrer Annahme möglichst spätestens sechs bis neun Monate nach Einreichung auch zu veröffentlichen. Wir möchten weder inhaltlich gute Beiträge aus Gründen des Umfangs ablehnen noch die Verfasser angenommener Beiträge länger als maximal neun Monate auf eine Veröffentlichung warten lassen.

2. Wir wollen die Möglichkeit schaffen, auch größere zusammenhängende Studien zur Lusitanistik mit ihren Untergebieten der Portugalistik, Brasilianistik, Afrolusitanistik, Galicistik und Kreolistik im Rahmen der Zeitschrift zu veröffentlichen. Bei einem Seitenumfang von bis zu 150 Druckseiten wird dies zukünftig in den Doppelnummern möglich sein. Für umfangreiche Monographien von über einhundertfünfzig Seiten stehen darüber hinaus die drei Beiheftreihen zur Verfügung.

3. Die das gesamte Gebiet der Romanistik umspannenden, im deutschen Sprachraum erscheinenden Zeitschriften erhalten seit Jahren weit mehr Manuskripte, als sie veröffentlichen können, und scheinen dabei Publikationen zur Franzistik, Italianistik und Hispanistik den Vorrang gegenüber lusitanistischen Arbeiten, die dann auch noch oft drei bis fünf Jahre auf ihre Veröffentlichung warten müssen, zu geben. Hinzu kommt, daß die Rezensionszeitschrift Notas, welche von 1993 bis 2000 auch eine Fülle von Besprechungen zu Portugal und Brasilien veröffentlichte, zum Ende des Jahres 2000 ebenso wie das altehrwürdige Ibero-Amerikanische Archiv, noch vor den Zeitschriften Indiana und Iberoamericana die wohl wichtigste und traditionsreichste wissenschaftliche Zeitschrift des Ibero-Amerikanischen Instituts Preußischer Kulturbesitz in Berlin, eingestellt werden wird. (1) So gehen der deutschen Hispanistik, Lusitanistik und Lateinamerikanistik zum Jahreswechsel zwei Publikationsorgane verloren, ein drittes wird auf die Literaturwissenschaft insbesondere Hispanoamerikas beschränkt und voraussichtlich zu mindestens der Hälfte des Jahresinhalts neu auf andere Fachgebiete außerhalb der Philologien ausgerichtet. Es erscheint uns daher angebracht, zumindest auf dem Gebiet der Lusitanistik für einen Ausgleich zu sorgen; für die Hispanistik steht die bewährte, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Zeitschrift Iberoromaniades Niemeyer-Verlags (Tübingen) der deutschen Fachöffentlichkeit glücklicherweise weiterhin als Publikationsorgan zur Verfügung.

 

In den Jahre 1996 bis 2000 konnten wir die drei Beiheftreihen zu Lusoramaruhen lassen, da Dietrich Briesemeister, Mitglied unseres Wissenschaftlichen Beirates und bis Februar 1999 Direktor des Ibero-Amerikanischen Instituts, der deutschsprachigen Lusitanistik Gelegenheit gab, Sammelbände und Monographien in der im Dezember 1996 von ihm gegründeten und während dieser Jahre von Axel Schönberger im wissenschaftlichen Lektorat betreuten Reihe «Biblioteca Luso-Brasileira» zu veröffentlichen; insgesamt hat auf Veranlassung von Dietrich Briesemeister das Ibero-Amerikanische Institut in Berlin die Druckkostenzuschüsse für zwanzig (zum Teil umfangreiche) Bände übernommen, deren letzter im September 2000 erschienen ist; außerdem finanzierte es unter anderen die Sammelbände Brasilien heute und Portugal heute, die außerhalb dieser Reihe im Vervuert-Verlag erschienen. Da das Ibero-Amerikanische Institut in den nächsten Jahren seine Geldmittel zu einem Großteil auf andere Gebiete konzentrieren wird, (2) geben wir interessierten Lusitanistinnen und Lusitanisten ab dem Jahr 2001 wieder die Gelegenheit, Sammelbände, Kongreßakten oder Monographien in einer der drei Beiheftreihen zu Lusorama zu veröffentlichen. (3) Anfragen richten Sie bitte an die im Impressum angegebene, neue Redaktionsanschrift, die sich wegen nochmaligen Umzugs voraussichtlich im März 2001 erneut ändern wird.

 

Wir hoffen, mit den genannten Maßnahmen dazu beizutragen, daß der seit 1990 andauernde Aufschwung der deutschsprachigen Lusitanistik weiterhin anhält. Wir laden deutschsprachige wie internationale Lusitanistinnen und Lusitanisten ein, die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit in Lusoramaeinem internationalen Fachpublikum vorzustellen. Die Zeitschrift besteht zum großen Teil aus Beiträgen, die unaufgefordert eingesandt und positiv begutachtet werden. Warten Sie daher bitte nicht, bis Sie, wie es bei einigen anderen Zeitschriften üblich ist, zum Einreichen eines Aufsatzes aufgefordert werden, sondern nutzen Sie Lusorama als ein schnelles, international rezipiertes und in einschlägigen Bibliographien verzeichnetes Forum für Ihre lusitanistischen Arbeiten, indem Sie unter Beachtung der jeweils aktuellen, in jeder Ausgabe zweisprachig veröffentlichten und auch auf der Internetseite von Lusorama(<http://www.lusorama.de/>) auf deutsch nachlesbaren redaktionellen Normen einen oder mehrere Beiträge zur Begutachtung einreichen.

 

Quelle: Lusorama 43-44 (Oktober 2000), S. 7-9.

 

1. Vgl. Dieter Ingenschay: «Vorwort des Vorsitzenden», in: Mitteilungen des Deutschen Hispanistenverbandes 17 (Juni 2000), S. 4-9, hier S. 6-7. Das Ibero-Amerikanische Institut beabsichtigt zwar seine Zeitschrift Iberoamericana, die es seit dem 16. Jahrgang (Nr. 45/1992) vom Vervuert-Verlag übernommen und seitdem auch finanziert hatte, ab dem Jahrgang 2001 mit einem größeren jährlichen Seitenumfang erscheinen zu lassen und so einen gewissen Ausgleich für die beiden eingestellten Zeitschriften zu schaffen, es wird aber gleichzeitig den Bereich der lusitanistischen und hispanistischen Sprachwissenschaft, traditionell ein gewichtiges Standbein dieser Zeitschrift, streichen und das Schwergewicht zukünftig zudem auf englischsprachige Beiträge legen, wobei dann mindestens die Hälfte der zur Verfügung stehenden Druckseiten Studien zu Gebieten außerhalb des Gegenstandsbereichs der Philologien vorbehalten bleiben soll. Mit Ausnahme einer Heidelberger Kollegin haben alle bisherigen Herausgeber der Iberoamericana inzwischen ihren Rücktritt zum Ende des Jahres 2000 erklärt.

2. Dabei sollen auf Wunsch des neuen Direktors Günther Maihold zukünftig «Anwendungsorientierung», «Gegenwartsbezogenheit» sowie «Service- und Dienstleistungsfunktionen» im Vordergrund stehen.

3. Bei Veröffentlichungen in einer der drei Beiheftreihen ist ein seitenbezogener Druckkostenzuschuß zu zahlen, während Publikationen in Lusorama kostenlos erfolgen. Akten wissenschaftlicher Kongresse zur Lusitanistik, die im deutschsprachigen Raum durchgeführt wurden, können sowohl in einer der Beiheftreihen als auch in der Zeitschrift publiziert werden.



 

Luciano Caetano da Rosa (Berlim)

Axel Schönberger (Brema)

Michael Scotti-Rosin (Brema/Mogúncia)

 

Prefácio dos editores

Nos primeiros cinco anos de publicação, Lusorama (1985-1989) saiu duas vezes por ano e, de 1990 até 1999, a revista publicou-se três vezes por ano com idêntico volume de páginas. Decidimo-nos agora a aumentar o volume anual de páginas a partir do décimo-sexto ano (2000) de publicação, e assim a revista passará a sair em quatro números anuais, se bem que os dois últimos números de cada ano aparecerão reunidos em um número duplo. Os volumes simples continuarão a comportar uma média de 130 páginas por número e os volumes duplos terão cerca de 240-260 páginas, perfazendo no total duma edição anual umas 500 páginas. Para esta reestruturação, há três motivos.

 

1. Lusorama deve continuar a ser, sobretudo para a lusitanística de língua alemã, mas também para a lusitanística internacional, um forum actual que sirva o intercâmbio científico e que publique com a celeridade possível artigos, miscelâneas, recensões e anúncios. Esforçamo-nos por dar rapidamente um parecer aos artigos enviados e, no caso da sua aceitação, comprometemo-nos a dá-los a lume entre os próximos seis a nove meses. Não gostaríamos de rejeitar bons artigos só por causa da sua extensão nem fazer esperar os seus autores mais do que nove meses, no máximo, até à respectiva publicação.

2. Desejamos criar a possibilidade de publicar estudos mais vastos relacionados com a lusitanística e suas especialidades (estudos portugueses e brasileiros, afrolusitanística, estudos galegos e crioulística) no âmbito da revista. Até um volume de 150 páginas por artigo, tal desiderato tornar-se-a possível, de futuro, nos números duplos. Para monografias de grande envergadura com um volume superior a 150 páginas, dispomos de três séries de suplementos do Lusorama.

3. As revistas publicadas no espaço de língua alemã que abrangem toda a região românica recebem desde há muitos anos bem mais manuscritos do que aqueles que podem publicar e parece darem prioridade às publicações no âmbito dos estudos franceses, italianos e hispânicos, em prejuízo dos estudos de lusitanística que, entretanto, podem frequentemente ter ainda de esperar três a cinco anos até à sua publicação. A isto acresce o facto de a revista Notas - especializada em recensões, que entre 1993 e 2000 publicou igualmente uma quantia considerável de recensões sobre Portugal e o Brasil - dever ser extinta no fim do ano de 2000 tal como o velho e venerávelIbero-Amerikanisches Archiv («Arquivo Ibero-Americano»). Esta é, sem dúvida, a revista científica mais importante e mais rica de tradições do Instituto Ibero-Americano do Património Cultural Prussiano em Berlim, o qual publica também as revistas Indiana e Iberoamericana. (1) Assim, na viragem do ano, a hispanística, a lusitanística e os estudos latino-americanos na Alemanha perdem dois órgãos de publicação; um terceiro ficará limitado à crítica literária, sobretudo das literaturas hispanoamericanas, tematizando previsivelmente em metade do seu conteúdo outros assuntos que não os filólogos. Parece-nos, por isso, adequado tentar conseguir um equilíbrio, pelo menos no campo da lusitanística; para a hispanística, existe felizmente à disposição do público especializado a consagrada revista Iberoromania da editora Niemeyer de Tubinga como órgão apoiado pela Comunidade Alemã de Investigação.

 

Nos anos de 1996 a 2000, pudemos poupar nos três séries de suplementos do Lusorama, já que Dietrich Briesemeister, membro do nosso Conselho Científico e, até Fevereiro de 1999, Director do Instituto Ibero-Americano, deu à lusitanística de língua alemã a possibilidade de publicar artigos e livros na série «Biblioteca Luso-Brasileira» por ele mesmo fundada em Dezembro de 1996 e que beneficiou nesses anos do leitorado científico de Axel Schönberger. Ao todo e por iniciativa de Dietrich Briesemeister, o Instituto Ibero-Americano chamou a si todos os custos de publicação, subsidiando vinte obras, em parte muito volumosas, das quais a última veio a lume em Setembro de 2000. Além disso, financiou os volumes Brasilien heute («O Brasil hoje») e Portugal heute («Portugal hoje»), publicados fora dessa série na editora Vervuert de Frankfurt am Main. Como o Instituto Ibero-Americano vai investir nos próximos anos, em maior parte, noutras áreas, (2) oferecemos a possibilidade de se publicar, novamente, volumes colectivos, actas de congressos ou monografias em uma das três séries de suplementos da revista Lusorama, a partir de 2001. (3) Qualquer questão pode ser dirigida ao endereço actual da redacção que figura na segunda página de cada volume, devendo este alterar-se novamente, com grande probabilidade, em Março de 2001, por motivo de outra mudança de casa.

 

Esperamos que com estas medidas possamos contribuir para o progresso que sem cessar se verifica na lusitanística alemã desde 1990. Convidamos os lusitanistas de língua alemã e de outros países a apresentarem os frutos do seu trabalho científico através da revista Lusorama a um público especializado internacional. Em grande parte, a revista consta de artigos não solicitados, mas entregues espontaneamente e positivamente avaliados. É favor não esperar, como no caso de algumas outras revistas, até ser chamado a enviar um artigo, mas utilize para publicação dos seus trabalhos lusitanísticos a revista Lusoramapor ser um forum rápido, lido em muitos países e registado nas bibliografias pertinentes, enviando os seus textos, seguindo as normas redaccionais publicadas sempre no fim de cada volume em alemão e português e, até agora só em alemão, na página do Lusorama na Internet (http://www.lusorama.de).

 

Fonte: Lusorama 43-44 (Oktober 2000), págs. 10-12.

 

1. Veja-se Dieter Ingenschay: «Vorwort des Vorsitzenden», em: Mitteilungen des Deutschen Hispanistenverbandes 17 (Juni 2000), págs. 4-9, aqui págs. 6-7. A partir de 2001, o Instituto Ibero-Americano tenciona também publicar a sua revista Iberoamericana - que desde o 16 ano (a partir do número 45/1992) tem sido financiada pelo Instituto Ibero-Americano -, com um maior volume de páginas. Pode, assim, conseguir um certo equilíbrio para compensar o desaparecimento das duas outras revistas. O domínio da linguística lusitanística e hispanística, tradicionalmente importante nesta revista, desaparecerá quase por completo, e pretende-se publicar, no futuro, a maioria de todos os contributos em língua inglesa. Metade das páginas dedicadas até agora às filologias será reservada a outras disciplinas. Com a única excepção de uma colega de Heidelberg, todos os editores científicos da Iberoamericana anunciaram, entretanto, a sua demissão para o final do ano de 2000.

2. Futuramente, deverão predominar, segundo a vontade do novo director, Günther Maihold, orientações tais como aplicabilidade, actualidade e funções direccionadas para os serviços e o sector terciário.

3. Nas publicações em uma das três séries de suplementos deve ser pago um subsídio pelos custos de impressão, relacionado com o número de páginas. As publicações na revistaLusorama, pelo contrário, serão grátis. Também subsiste a possibilidade de se publicar as actas de congressos científicos sobre lusitanística realizados no espaço da língua alemã, numa das três séries de suplementos ou na revista.